Wolfgang Amadeus Mozart war nicht nur ein musikalisches Wunderkind, sondern auch ein Mensch mit einer ausgeprägten Vorliebe für das Süße im Leben. In seinen Briefen taucht immer wieder seine Liebe zu Zucker, Mehlspeisen und kleinen Naschereien auf. Für ihn waren Süßigkeiten kein Luxus – sie waren ein Stück Lebensfreude.

In Wien und Salzburg, den Städten seiner Jugend und seines Erfolgs, erlebte Mozart eine Zeit, in der Zucker zu einem Symbol für Raffinesse wurde. Bei adeligen Festen, an denen er spielte, türmten sich kunstvolle Marzipanfiguren, kandierte Früchte und Schokoladenkostbarkeiten auf den Desserttafeln. Mozart war mittendrin – und genoss diese Welt mit derselben Begeisterung, mit der er komponierte.

Diese Verbindung aus Genuss, Verspieltheit und Eleganz machte Mozart später zur idealen Ikone für süße Köstlichkeiten. Als im 19. Jahrhundert die ersten Mozartkugeln entstanden, griffen sie genau dieses Gefühl auf: die Leichtigkeit seiner Musik, die Freude seines Charakters und die Tradition der österreichischen Dessertkultur. Eine Mozartkugel ist deshalb mehr als eine Praline. Sie ist ein kleines Denkmal an einen Mann, der das Leben liebte – und das Süße darin besonders.

Zutaten:

Die Mozartkugel vereint mehrere edle Zutaten in einer harmonischen Komposition und ist bekannt für ihren runden Aufbau und das silberne oder goldene Verpackungsdesign mit Mozarts Portrait.

  • Schokolade: Eine feine, dunkle Schokoladenhülle umschließt die Kugel. Es gibt aber auch Varianten mit weisser oder Milchschokolade.
  • Pistazienmarzipan: Der grüne Kern besteht aus aromatischem Pistazienmarzipan.
  • Nougat: Um den Kern liegt eine cremige Schicht aus Haselnussnougat.
  • Marzipan: Eine helle Marzipanschicht bildet die Verbindung zur Schokolade.

Diese Anordnung und Rezeptur kann zwischen den verschiedenen Herstellern variieren. Auch sind die meisten Mozartkugeln nicht wirklich rund … .

Geschichte:

Die Mozartkugel wurde im Jahr 1890 vom Salzburger Konditormeister Paul Fürst erfunden – als Hommage an Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Tod sich damals zum 100. Mal jährte. Fürst entwickelte eine neuartige Praline mit perfekter Kugelform: ein Kern aus grünem Pistazienmarzipan, umhüllt von Nougat, und das Ganze in dunkle Kuvertüre getaucht. Die Herstellung war aufwendig – jede Kugel wurde auf ein Stäbchen gesteckt, getunkt und danach sorgfältig verschlossen.

Die Kreation wurde zunächst als „Mozart-Bonbon“ bezeichnet und erhielt 1905 bei der Pariser Weltausstellung eine ehrenvolle Auszeichnung. Die Originalrezeptur wird bis heute in der Café Konditorei Fürst in Salzburg in Handarbeit gefertigt – und ist an der silbernen Verpackung mit blauer Schrift zu erkennen.

Mit der wachsenden Beliebtheit entstanden zahlreiche Nachahmungen, was zu Rechtsstreitigkeiten führte. Heute dürfen verschiedene Hersteller ihre Varianten anbieten, doch nur Fürst produziert die „Original Salzburger Mozartkugel“ nach dem historischen Verfahren.

Soweit die Legende …. genauere und aktuellere Informationen findest Du in Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Mozartkugel

Die grossen Anbieter:

Hofbauer gehört zu Lindt & Sprüngli.
https://hofbauer.com/

https://www.reber.com/

Victor Schmidt / Austria Mozartkugeln sind eine Marke von Manner.
https://www.austria-mozartkugel.com

Hersteller ist die zur Lambertz-Gruppe gehörende F. A. Crux.
https://www.lambertz.de

Schluckwerder gehört zu Valeo Foods.
https://schluckwerder.de

Mirabell gehört zu Mondelez.
https://www.schokolade.at/mirabell/

Maître Truffout Mozartkugeln
https://www.gunz.cc